"Stell Dir vor, Du fährst eine Piste hinunter und Deine volle Aufmerksamkeit richtet sich auf die Bewegungen Deines Körpers, die Position der Skier, die Luft, die an Deinem Gesicht vorbei pfeift, und die schneebedeckten Bäume, die vorbei ziehen. In Deinem Bewusstsein ist kein Platz für Konflikte oder Widersprüche. Du weißt, dass ein ablenkender Gedanke oder eine Emotion Dich mit dem Gesicht nach unten im Schnee begraben könnte. Der Lauf ist so perfekt, dass Du willst, dass er ewig dauert".
                                                                     (Finding Flow - Mihály Csíkszentmihályi)


Was ist Flow?

Flow kann in allen möglichen Bereichen und Situationen erreicht werden. Verschiedene Sportler, Wissenschaftler und Manager beschreiben, wie sie Flow erleben:

 

"Ich bin völlig in Ekstase! Es fühlt sich an, als ob ich nicht mehr existieren würde. Mein Körper bewegt sich von alleine und ich staune nur noch. Alles ist leicht, easy und völlig automatisch."

 

"Du bist 100% konzentriert auf das, was du tust. Dein Selbstvertrauen ist voll da, du bist nur noch in der Gegenwart, und schließlich bist Du drin. Alles scheint möglich!"

 

"Es ist irgendwie mächtig. In jeder Sekunde, weißt du, dass jede Bewegung, jeder Satz, jeder weitere Schritt der richtige ist. Da ist kein Platz für Zweifel. Da ist nur die Challange!"

 

Diese Zitate sind entlehnt aus Interviews, die Mihály Csíkszentmihályi durchführte, als er nach den Prinzipien von Flow forschte. Aus diesen und ähnlichen Interviews arbeitete er schließlich die "Acht Charakteristika von Flow" heraus:


  1. Eine Aufgabe muss fordernd sein, in dem Maße, dass sie gerade noch bewältigbar ist.
  2. Ziele müssen klar definiert und messbar sein, damit man ein direktes Feedback aus der Aufgabe bekommt.
  3. Alles andere außer der Aufgabe wird unwichtig.
  4. Die Aufmerksamkeit ist höchst konzentriert auf die Aufgabe und es gibt keine störenden Gedanken mehr.
  5. Das Ego tritt in den Hintergrund und man vergisst sich völlig.
  6. Es herrscht ein permanentes Gefühl von Kontrolle.
  7. Lange Zeitperioden fühlen sich stark verkürzt an und Millisekunden fühlen sich wie in Zeitlupe an.
  8. Die Aufgabe ist autotelisch, d.h. das Ausführen der Aufgabe an sich ist schon Belohnung genug.

Der Flow-Bereich

Flow ist die optimale Passung von Anforderung und Fähigkeit. Nach der Theorie heißt das, dass wir - um überhaupt in Flow zu kommen - Fähigkeiten brauchen. Ich muss erst skifahren können, um es auch zu genießen. Als nächsten Schritt brauchen wir eine Herausforderung. Diese sollte mit unseren Fähigkeiten zu meistern sein, uns aber fast an die Überforderung bringen. Wenn ich sehr gut die roten Pisten fahre, dann werden diese irgendwann langweilig und ich versuche mich an den Schwarzen. Natürlich habe ich etwas Angst, ob ich es schaffe. Natürlich ist die schwarze Piste gefährlicher als die Rote. Aber nur die Kombination aus Nervenkitzel und Können bringt mich in die Ekstase von Flow.


Na, wie sieht's mit Dir aus?

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